Von Cunisberch zu Monreal

Malerisch überragt von der Löwenburg und der Philippsburg, hat sich Monreal inmitten des engen Elztals sein reizvolles mittelalterliches Ortsbild erhalten.

Urkundlich erstmals erwähnt wird das Dorf 1193 als „Cunisberch“ (Königsberg). Anfang des 13. Jahrhunderts gerät es in den Herrschaftsbereich der Grafen von Virneburg, die den Ort als Lehen vom Erzstift Trier erhielten. Sie benannten Königsberg um in Französisch „Monroial“ (= Königsberg). Später wurde daraus der heutige Name „Monreal“.

Allgemeine Information:

768 (31. Dez. 2021) Einwohner; 295-365 m ü. N.N.;

Fläche: 1.464 ha; Verbandsgemeinde Vordereifel; Kreis Mayen-Koblenz; staatl. anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde; Grundschule;

Im Jahr 2009 war Monreal erstmals Drehort für die deutsche Fernsehkrimiserie „Der Bulle und das Landei“ mit Uwe Ochsenknecht und Diana Amft in den Hauptrollen. Insgesamt wurden sechs Folgen der Serie in Monreal gedreht und von 2010 bis April 2016 im Ersten ausgestrahlt.

Drei steinerne Brücken führen mitten im Ort über die Elz, von denen die mittlere Fahrbrücke wohl die schönste ist – geschmückt durch die Statue des Johannes von Nepomuk und das im Rheinland einzigartige Löwendenkmal. Sehenswerte bürgerliche Kunstdenkmäler sind die zahlreichen gut gepflegten Fachwerkhäuser des 16., 17. und 18.Jahrhunderts. Erinnerungen an die Tuchmacher der Barockzeit werden wach. Nach dem Dreißigjährigen Krieg entstand im Ort eine bedeutende Tuchindustrie. Verarbeitet wurde die Wolle der großen Schafherden der Eifel. Viele Fachwerk- und Bruchsteinhäuser zeugen noch vom einstigen Wohlstand der Monrealer Tuchmacher.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte die Tuchherstellung wegen der starken internationalen Konkurrenz ihren Niedergang. Für den Ort war dies fatal, Monreal verarmte.

Die malerische Fachwerfarchitektur, die bis heute dem Ort einen besonderen Charme gibt, machte ihn im 20. Jahrhundert wieder zu einem beliebten touristischen Ziel.

Sehenswert: gotische Pfarrkirche (um 1460); Ruine der Löwenburg (1229 erwähnt) und der Philippsburg; Fachwerkromantik mit einstigen Tuchmacher-Fachwerkhäusern aus dem 16. bis 18. Jh.; drei bruchsteinerne Bogenbrücken (um 1500); Augstmühle (18. Jh.) im Elztal mit Galerie; Kloster Maria Martental (1141 erstmals erwähnt) bei Laubach-Leienkaul

Historische Ansicht von Monreal; Anton Burger 1866

Internet: Homepage von Monreal
Möglich ist die Anreise mit der Eifel-Pellenz-Bahn, die im Stundentakt zwischen Andernach – Mayen – Kaisersesch verkehrt.

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